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Großer Andrang beim Open-Air im Stadtsaalhof

Kino unter Sternen

Bei "Good bye Lenin" mussten 300 Cinéasten wieder heimgeschickt werden

Fürstenfeldbruck - Es ist kurz vor halb neun, und noch immer zeigt das Thermometer satte 30 Grad an. Dennoch tummeln sich vor der Kinokasse beim Stadtsaalhof schon die ersten Besucher. Langsam aber sicher füllt sich der Innenhof mit popcorn- und filmhungrigen Menschen.

 
 

Die Dame am Süßigkeitenstand (Bianca Bodler) legt vorsichtshalber noch einmal Maiskörner nach, denn die bisherigen Erfahrungen mit den Besucherzahlen sind gut gewesen. „“Herr der Ringe“ war schon toll, aber bei „Good bye Lenin“ haben sie uns förmlich die Bude eingerannt“, schwärmt sie.

Auch Tom Blum, der Veranstalter des Open-Air-Kinos, war von dem unerwarteten Besucherandrang überwältigt. „Um die 300 Leute musste ich an dem Abend leider heimschicken“, bedauert er. Aber eigendlich hat er allen Grund zur Freude. Schließlich ist der 1. Fürstenfelder Kinosommer“ sein erstes derartiges Projekt, und bisher ist alles glatt gegangen. „Bei dem tollen Sommer kann man ja fast nichts falsch machen“, freut sich Blum über die anhaltende Schönwetterperiode.
Der Selbstständige Unternehmer, der in seiner Jugend selbst die Filmspulen in den Kinos wechselte, hat sich mit der Veranstaltung einen großen Traum erfüllt. Als er hörte das sich
die Fürstenfeldbrucker nach dem „Kino im Klosterhof“, das letztmalig vor zwei Jahren statt fand, wieder in Open-Air-Spektakel wünschten, griff er zu und zog das Ganze im Großen Stil auf. An insgesamt zwölf Spieltagen bietet er den Besuchern nun ein bunt gemischtes Programm an, das sich sehen lassen kann. Von der Komödie bis zum Drama, vom Actionstreifen bis zum Klassiker ist alles vertreten. „Großes Kino“ möchte Blum machen, aber dabei nicht völlig auf die Mainstremschiene abrutschen.
Deswegen flimmert am sechsten Spieltag zur Abwechslung mal ein deutscher Film über die 100 Quadratmeter Leinwand. „Solino“ spielt mal im Ruhrpott und mal im südlichen Italien. Und ein bisschen wie im Süden können sich die Besucher auch hier fühlen, wenn sie, mit dem Weinglas in der Hand, zu später Stunde noch in sommerlicher Kleidung unter dem Sternenhimmel sitzen.

„Tolle Atmosphäre“

Das Publikum ist aus verschiedenen Gründen gekommen: Florian Gerum (22) und Franziska Sporer (20) genießen vor allem die „phantastischen Crêpes“, Patrick (40) und Insa Erfurth (34) die „tolle Atmosphäre“ und Amelie Walter (16) und ihre Schwester Judith (14) den „einzigen Film, den wir noch nicht kennen.“
Als die Vorführung schließlich beginnt, verstummt das fröhliche Stimmgewirr im Klosterhof. Hier und da, bei den traurigen oder lustigen Stellen, seufzt eine Stimme laut auf, kichert jemand, hallt ein Ruf der Empörung durch die Reihen. Für den schönsten Lacher des Abends aber sorgt eine Szene, in der die junge Italienerin Ada, unterm freien Himmel einen Film guckend, ihren Gigi fragt, ob man in Deutschland im Kino die Sterne sehen kann. Er verneint. Wir wissen es besser.

Sophia Schillik SZ, 14.8.2003

 
 
Auf einer fast hundert Quadratmeter großen Leinwand werden beim Fürstenfelder Kinosommer die Filme gezeigt. Der monumentale Fanasyfilm „Herr der Ringe – Die zwei Türme“ konnte dabei seine volle Wirkung entfalten.

Orkarmee tobt unterm Fürstenfelder Himmel

Beste Rahmenbedingungen bei der Aufführung des Films „Herr der Ringe“

Von Klaus Kriesbach

Fürstenfeldbruck – Als im Jahre 1895 die Gebrüder Skladanowsky in Berlin mit ihrem Bioskop bewegte Bilder zeigten und ein paar Wochen später die Gebrüder Lumière in Paris ihren Cinématographen vorstellten, schlug die Geburtsstunde des Films. In den folgenden Jahrzehnten vollzogen sich Quantensprünge in der Entwicklung der Filmtechnik. Heute vermitteln Panorama- und Großleinwände mit faszinierendem Raumklang dem Kinogänger den Eindruck des „Dabeiseins“, der unmittelbaren Teilnahme am geschehen auf der Leinwand.

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  So erschien jetzt im Rahmen des Fürstenfelder Kinosommers das oscargerönte Phanasie-Abenteuer „Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“ nach dem berühmten Roman von Tolkien auf einer 100 Quadratmeter großen Leinwand im Stadtsaalhof. Bei der Aufführund des zweiten Teils der Trilogie beim Kinosommer konnten die Rahmenbedingungen kaum besser sein. Eine laue Sommernacht hatte weit über 600 Filmfreunde in den Stadtsaalhof gelockt, um dem breitwandigen Kinospektakel beizuwohnen. Das wohl größte Abenteuer der Geschichte über ein alles beherrschende Leinwand.
Im Gegensatz zum Kultursommer war die Hälfte des Zeltes abgebaut worden und somit konnte perfektes Open-Air-Kino geboten werden. Der vordere Teil war bestuhlt während hinten bei den Erfrischungskiosken rustikale Bierbankromatik ein Wohlfühlambiente schaffte. Von allen Sitzpositionen war sehen und hören optimal. Die hevorragende Akustik vermittelte zwar nicht den in vielen Kinos üblichen sterephonen Raumklang, jedoch war das verderben bringende Marschieren der Orkarmee, das metallene Aufeinandertreffen der Schwerter oder das Brüllen der computeranimierten Zauberwesen ebenso dramatisch mitzuerleben wie die zögerliche Tapferkeit der Hobbits oder auch zarte Liebesdialoge. Nach fast vierstündigem Kinovergnügen (inklusive Pausen) applaudierte das Publikum. Man hatte einen schönen Abend erlebt und man brachte es damit zum Ausdruck. Der Fürstenfelder Kinosommer hält noch ein Vielzahl von Kinohighlights bereit. Für junge Kinogänger ist wohl das „Dschungelbuch 2“ gedacht. Jack Nicholson brilliert in dem Streifen „About Schmidt“ und als besonderen Leckerbissen ist wohl auch der Spielbergfilm „Catch me if you can“ mit Herzensbrecher Leonardo diCaprio zu werten. SZ 13.8.2003
 
 
 
k3 Nur Markus Gridl, Ray Schiller, Stefan Eberling, Kathi Clarin und Bernd Fischer kamen „standesgemäß“ kostümiert zur Aufführung des Kultfilms „The Rocky Horror Picture Show“ beim Fürstenfelder Kinosommer.

Kinobesucher bei Reis und Klopapier sparsam

Mit „The Rocky Horror Picture Show“ ging der Fürstenfelder Kinosommer zu Ende

Fürstenfeldbruck (fc) – „Gib mir ein „R“, gib mir ein „O“, gib mir ein „C“, gib mir ein „K“, gib mir ein „Y“, was heißt das? – „Rocky!“

 
 

Fetzig ging es zu beim Kultfilm „The Rocky Horror Picture Show“, obwohl gerade mal fünf Fans sich die Mühe gemacht hatten, sich passend zu verkleiden. Mit den schrägen Gestalten der der Rocky Horror Picture Show auf der Leinwand ging am Sonntag auch der Fürstenfelder Kinosommer zu Ende.

Rund 7000 Besucher kamen zum Kinosommer

Veranstalter Tom Blum hatte an insgesamt zwölf Abenden den Stadtsaal-Innenhof zum Open-Air-Kino umgewandelt, insgesamt genossen rund 7000 Zuschauer das Freiluftkino bei schönstem Sommerwetter.
Zu Rocky Horror Picture Show kamen nochmals etwa 450 Besucher – fast alle in „zivil“ und ohne die obligatorische Ausstattung mit Reis, Wasserpistolen und Klopapierrollen. Doch durch das etwas träge Publikum ließen sich die fünf wahrhaften Fans nicht abhalten, ihre eigen Show abzuziehen. Bestens präpariert hatten sie in der ersten Reihe Position bezogen, um die lieber in den hinteren Reihen sitzenden Zuschauer in Angst und Schrecken zu versetzen. Passend zur Hochzeitsszene wurde Reis gestreut , kaum regnete es im Film, kamen die Wasserpistolen zum Einsatz.
Später flogen Spielkarten und Klopapier ins Publikum, das eher darum bemüht war die Handlung zu begreifen, als sich aktiv am Fan-Geschehen zu beteiligen.
„Das Publikum ist meistens langweilig“, berichtet Ray Schiller aus langjähriger Erfahrung, ohne Eigeninitiative geht wohl nichts. Veranstalter Tom Blum (an diesem Abend ebenfalls wie die restliche Kino-Crew im Fan-Gewand) dagegen freut sich wenigstens über die wenigen Rocky-Fans und belohnt diese mit Gratis-Popcorn. „Es war überhaupt nicht langweilig, ich habe das nicht erwartet. Ich dachte, es geht viel langweiliger zu – immerhin ist Bruck ja nicht München“ Sogar ein dickes Lob spendet Blum den verkleideten Fans für die Sprüche und Kommentare, die an den passenden Film-Stellen vom Publikum aufzusagen sind. „Da gibt es im Internet viele Fan-Seiten, da steht wie in einem Drehbuch drin, was man wann zu sagen hat. Das haben die richtig gut drauf gehabt“
Der Film „The Rocky Horror Picture Show“ entstand 1975 unter der Regie von Jim Shamann, nachdem das gleichnamige Musical in London ein durchschlagender Erfolg geworden war. Der Film, der nicht nur Klassiker wie „King Kong“ oder „Graf Dracula“ zitiert, avanciert sehr schnell zum Kultfilm der jungen Generation in den späten 70er Jahren.
Die heutige Junge Generation sucht wohl nach anderen Idealen. Die meisten Kinozuschauer vom Sonntag könnten in der Zeit des Filmstarts der Rocky Horror Picture Show ihr erstes Popcorn im Kino geknabbert haben. Aber das macht nichts. Denn das Motto des Films kennt keine Altersgrenze: „Don`t dream it, be it“!

MM 21.8.2003

 
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Der Kinosommer im Stadtsaalhof läuft noch eine Woche


Traumwetter für Filme aus der Traumfabrik


Im Brucker Stadtsaalhof ist Platz für 1300 Besucher / Filmklassiker und Angebot für Kinder / Wärme hält sich in den Klostermauern


 
  Fürstenfeldbruck: Wenn eine riesige Leinwand den Stadtsaalhof des Klosters Fürstenfeld schmückt und Scheinwerfer hinter den Klostermauern leuchten, kann das nur eines heißen: Es ist wieder Fürstenfelder Kinosommer. Mit dem US-Thriller „Fluch der Karibik" fiel am Montag der Startschuss für das zweiwöchige Openair-Spektakel. Noch bis Sonntag, 15. August, können sich Kinofans täglich auf ausgesuchte deutsche und internationale Filme unter freiem Himmel freuen:

Popcorn und Wein

Fast scheint es, als sei der Beginn des diesjährigen Freilichtkinos mit den ersten lauen Sommernächten zusammengefallen. Am vergangenen Dienstag, als das Thermometer auch abends noch hohe Temperaturen anzeigte, kamen über 650 Cineasten in den ehemaligen Klosterhof, um die britische Komödie „Kalender Girls" des Regisseurs Nigel Cole zu sehen. Vor den Ständen, wo sich die Besucher mit Popcorn, Crêpes, einem Gläschen Wein und anderen Leckereien eindecken konnten, herrschte ein reger Andrang. „Wenn es so weiter geht, bin ich der glücklichste Mensch der Welt", sagt Tom Blum, der den Fürstenfelder Kinosommer heuer zum zweiten Mal veranstaltet. Besseres Wetter habe er sich nach dem „madigen Sommeranfang" nicht wünschen können.
Für den Selbstständigen geht mit dem Kinosommer ein Traum in Erfüllung. Als begeisterter Kinogänger habe Blum schon als 17-Jähriger als Filmvorführer im Gilchinger Breitwand-Kino gejobbt. In den vergangenen neun Jahren sorgte der Ton- und Lichtingenieur auf verschiedenen Kino-Openairs für die Technik. Vor zwei Jahren bekam er dann die Gelegenheit, gemeinsam mit dem Veranstaltungsforum Fürstenfeld ein eigenes Freilichtkino auf die Beine zu stellen. „Der Klosterhof ist eine superschöne Location mit einer einmaligen Atmosphäre", schwärmt der 34-jährig Grafrather. Ein Vorteil gegenüber Openair-Veranstaltungen auf Wiesen sei, dass sich die Wärme imHof wesentlich besser halte. In dem rechteckigen Stadtsaalhof finden an einem Kinoabend etwa 1300 Leute Platz. Während der vordere Teil des Hofes mit Stuhlreihen für ungefähr 1000 Personen bestückt ist, sind in der hinteren Hälfte überdachte Bierbänke für die übrigen Besucher aufgebaut. „Für eine Filmvorführung sind das sehr viele Plätze", weiß Blum. Aus diesem Grund habe er hinsichtlich der Programmgestaltung keine Experimente gewagt.
So wechseln sich heuer Hollywood-Blockbuster mit weniger bekannten, aber zum Teil preisgekrönten Filmen ab. Auch einen Kinderfilm („Findet Nemo") und den deutschen Klassiker„ Die Feuerzangenbowle" mit Heinz Rühmann und Erich Ponto hat Tom Blum ins Programm aufgenommen. Generell liegt dem Film-Experten viel daran, auch für kleinere Filme ein Publikum zu finden.

PETRA FRÖSCHL

 
 

Troja trotzt Sturm

80 Besucher kamen nach dem Unwetter


Fürstenfeldbruck (kp) Trotz des Unwetters am Donnerstag ließen sich die Fans des Kinofilms „Troja“ nicht abhaltenm den Film im Freien anzuschauen. Erstaunlicherweise erschienen rund 80 Besucher zur Vorführung im Hof der Stadthalle in Fürstenfeldbruck.

Doch bevor der Kinosommer-Abend stattfinden konnte, mußten erst die Spuren des Gewitters beseitigt werden.

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  "„es sah aus wie nach einem Rolling Stones Konzert im Jahr 1974“, erzählt uns Tom Blum, Veranstalter des Kinosommers 2004. Ein paar Stühle seien umgeflogen und außerdem mussten sie wegen des starken Windes einen weggeflogenen Pavillion einfangen, „Aber zum Glück hörte das Gewitter pünktlich zum Filmbeginn auf“, freut sich der 34-Jährige. So hatten wenigstens ein paar Bürger ihr Vergnügen.  
 
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Rekordverdächtiger Kinosommer


Im nächsten Jahr sollen auch Kurzfilme gezeigt werden

Fürstenfeldbruck • Die Besucherzahl des zweiten Fürstenfelder Kinosommer unter der Regie von Tom Blum aus Grafrath entwickelt sich rekordverdächtig. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit, könnte die Zahl von 7000 vom Vorjahr sogar noch übertroffen werden, sagte Blum der SZ. Immerhin dauert das Kino Open Air im Stadtsaalhof heuer zwei Tage langer und es hat noch nicht einmal geregnet.
Der 34-Jährige freut sich, dass auch Filme wie „Erbsen auf halb sechs" von Lars Büchel ankommen und nicht nur die Blockbuster. Der Kinosommer hat auch schon sein Stammpublikum, so dass Blum erwägt, nächstes Jahr einen Kinopass einzuführen. Daneben beobachtete Blum auch, dass jeder Film seine besonderen Fans hat. Vor dem schwedischen Film „Kops" am Dienstag wäre es beinahe zu einer Kindsgeburt gekommen. Die angehenden Eltern standen gerade um Crêpes an, als es losging, sie fuhren dann schnell ins Krankenhaus.

 
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Mit Popcorn durch die Galaxis


Während auf der Riesenleinwand im Innenhof des Fürstenfeldbrucker Veranstaltungsforums die Laserschwerter der Jedi-Ritter nur so brummten, knusperte Marco (11) aus Dachau genüsslich sein Popcorn.

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Härtere Wettererscheinungen wie Blitz und Donner ersparte der reale Brucker Himmel den etwa 150 Premieren-Besuchern des „Kinosommers 2005", und die paar Regenschauer konnten die Fans von „Star Wars", Teil drei, sowieso nicht abschrecken. Obwohl es vielleicht doch schöner gewesen wäre, wenn der Leinwand-Sternenkrieg unter einem Sternenhimmel stattgefunden hätte, den die Regenwolken auch freigegeben hätten.
soy/Foto: Günther Reger

 
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„Star Wars III" eröffnet den Fürstenfelder Kinosommers / 150 Besucher halten trotz schlechter Witterung durch

Fürstenfeldbruck - Für besseres Wetter hätte die viel beschworene Macht an diesem Abend nun wirklich sorgen können - werden doch in den „Star Wars"-Filmen ganz andere Schwierigkeiten gemeistert. Aber Klaus-Peter Waldhelm und sein elfjähriger Sohn Tim aus Mammendorf lassen sich von schlechten Vorhersagen nicht einschüchtern. Mit warmer Kleidung und Regenschirmen bewaffnet warten sie auf den Beginn von „Star Wars III". Sie haben den Film zwar schon im Kino gesehen, wollen ihn aber noch einmal mit der Open-Air Atmosphä-re und der 105 Quadratmeter großen 'Leinwand erleben. „Letztes Jahr hat es nicht geklappt, da wollten wir heuer schon dabei sein", sagt Vater Waldhelm, wäh-rend er und Tim sich die Wartezeit mit wärmen Hähnchenschlegeln, Baguette und Cola verkürzen.

Die Waldhelms sind zwei voninsgesamt 150 Zuschauern, die für den Eröffnungsfilm des dritten Fürstenfelder Kinosommers in den Stadtsaalhof gekommen sind. Viele haben ihre Kinder mitgebracht - eines ist sogar verklei-det und hat sein selbst gebasteltes Laserschwert dabei. „Wenn der Kinosommer ein Familienfest wird, freut mich das ganz besonders", so Tom Blum, der Veranstalter des Kinospektakels.
Der 35-jährige Licht- und Toningenieur arbeitet für viele Open-Air Events, auch im Ausland. Doch der Fürstenfelder Ki-nosommer ist sein Heimspiel, wo er unter anderem seine Ideen als Lichtdesigner ausprobiert. So hat er Pinspots in der Traverse um die Leinwand herum angebracht, die während des Films noch schwach leuchten. „Wir möchten den Leuten ein schönes Freiluft-Gesamterlebnis bieten. Licht und Ton sind da wichtige Zutaten", sagt Blum. Deshalb gebe es in Fürstenfeld auch noch keinen Dolby-Surround-Sound, da im Stadtsaalhof zu viele Echos produziert würden.
Mittlerweile ist es 21.45 Uhr. Tim hat sich noch Popcorn am Kinokiosk geholt, der sich in der unteren Hälfte des Projektionswagens befindet. Tom Blum und sein fünfköpfiges Team sind auf hungrige Cineasten vorbereitet: 100 Kilogramm Mais, genau so-viel Zucker und vier Kartons Fett sind eingekauft für frisch gemachtes Popcorn. Nachdem sechs Abgesandte der „Storm Troopers", eigentlich eine Delegation des „Star Wars"-Kostümclubs, die Zuschauer live und in voller Kampfmontur auf den dritten Teil der Science-Fiction-Saga eingestimmt haben, fängt der Film an. Und irgendwann zwischen der Verwandlung vom guten Anakin Skywalker zum bösen Darth Vader passiert es doch: Regenschauer setzen immer wieder ein. Doch tapfer wie die Jedi-Ritter halten die Zuschauer durch. Genervt vom gelegentlichen Regen bleiben auch Star-Wars-Fan Tim Waldhelm und sein Vater bis zum Ende.

Natascha Gerold

 
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Open Air im Fürstenfelder Klosterhof bis zum 14. August
Kino pur mit Wind und unter freiem Himmel
Auftakt mit Mission Impossible III / Veranstalter Tom Blum bietet heuer eine noch größere Leinwand

Fürstenfeldbruck • Die letzten Vorbereitungen zum Start für den 4. Fürstenfeldbrucker Kinosommer laufen an: Die Absperrgitter im hinteren Bereich werden geschlossen, Süßes, Salziges, Popcorn, Prosecco, vegetarische Wraps, alles steht griffbereit, das Wechselgeld liegt parat. Der Hof ist mit mediterranen Pflanzen geschmückt. Ein Blick zum Himmel zeigt, noch sieht es gut aus, schließlich hat es im Laufe des Nachmittags schon ausgiebig geregnet. Die "Flamelights" am Eingang simulieren flackernde Feuer. Veranstalter Tom Blum erklärt: "Diese "lichtdesignerische Gimmicks sollen das Gesamtwohlbefinden steigern".

 
  Doch das ist vorerst gar nicht nötig. Schon kurz nach Öffnung der Kassen trudeln die ersten Open-Air-Kinofans ein. Kurze Hose, einen Pulli lässig über die Schulter geschlungen das spricht für Optimismus, auch die Sechserkarte, die Holger Kretzschmar sich abstempeln lässt. "Ich habe im letzten Jahr alle Vor-stellungen verpasst", verrät er, heuer will er Kino pur genießen. Dass er bei sechs Eintritten eine Vorstellung gratis besucht, ist ein zusätzliches Zuckerl. Eine Gruppe junger Leute traut dem Wetter weniger. Sie haben vorsorglich einen Besucher losgeschickt, um wetterfeste Kleidung heranzuschaffen.

Starke Nerven

"Das wird schon", sagt Blum mit einem gewissen Zweckoptimismus. Viel schlimmer als im vergangenen Jahr, als insgesamt nur 2000 Zuschauer kamen, kann es eigentlich nicht mehr werden. Das Projekt - das einzige, das der Selbstständige in Eigenregie durchzieht - sei ohnehin längerfristig angelegt. Zehn Jahre will Tom Blum durchhalten. Machbar sei dies mit "dicken Nerven, Durchhaltevermögen und vor allem Liebe zum Kino", sagt der unter anderem gelernte Filmvorführer.

Heuer kommen die Zuschauer in den Genuss einer neuen, rund 120 Quadratmeter großen Leinwand. "Das ist keine Gigantomanie", sagt Blum, sondern habe den Vorteil, dass beide gängigen Filmformate ohne "Letterbox", das heißt,. ohne Begrenzungsstreifen zu sehen seien, die Leinwand ist komplett ausgeleuchtet. Zwei Highlights bietet der Kinosommer außerdem: Franz Gernstl wird am Samstag in Bruck den 100 000 sten Besucher seines Films "Gernstls Reisen" begrüßen. Am darauf folgenden Dienstag kommt Regisseur Stefan Betz zu seinem Streifen "Grenzverkehr" in den Klosterhof.

Es ist wie verhext. Pünktlich zum Start setzt um halb zehn der Regen ein, erst kurz vor dem Nachspann verziehen sich die Tropfen.

Die rund 150 Cineasten bleiben entweder eisenhart sitzen, manche verziehen sich unter die Torbögen oder nutzen die Chance zu einer Kuschelinitiative unter den großen Schirmen. Timo aus Bruck bekommt das, was er unter Open Air versteht:
"Wind, Geräusche, Natur". Spot aus, Film ab, "Mission Impossible III" hebt ab und sorgt für Spannung. Der Titel - ein Symbol für den Kinosommer? Es wäre schade um Blum und seinen Jugendtraum von der eigenen Kinoveranstaltungsreihe.

EDITH SCHMIED

 
 
Franz Xaver Gernstl hat seine Wette gewonnen
In Fürstenfeld begrüßte er die 100 000. Besucherin seines Films
VON FLORIAN SANKTJOHANSER

Fürstenfeldbruck - Der Mann hat gut lachen. Strahlend steht Franz Xaver Gernstl am Fuß der großen Leinwand und genießt den Applaus für sein Lebenswerk und den Gewinn einer Wette. Nicht mehr als 20 000 Zuschauer könne er in die Kinos locken mit seinem dokumentarischen Roadmovie, hätten ihm drei bedeutende Persön-lichkeiten aus dem TV-Geschäft prophezeit, sagt Gernstl schmunzelnd. Locker 100.000 würden kommen, habe er da frech dagegen gehalten.

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  Die 70-jährige Bruckerin Hertha Perzlmaier hatte nun die Ehre, als 100000. Besucherin Gernstls Reisen zu sehen. Neben Blumen und anderen Präsenten bekam sie vom Regisseur vor dem Film ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Weiber, Bier und Bratwürste". Um die besten von diesen drei Lebensfreuden aufzuspüren, war Gernstl 1983 mit seinen zwei Freunden und buschigem Schnurrbart, den er heute mit seiner Frank Zappa-Anhängerschaft entschuldigt, losgezogen. Im VW-Bus durchmaßen sie das Land auf dem zehnten östlichen Längengrad vom Allgäu bis an die Ostsee, mit Kamera und Mikrofon immer auf der Suche nach interessanten Menschen und ihren Geschichten, und damit haben sie bis heute nicht aufgehört.

Über 100 kleine Filme sind so bisher entstanden, die meisten waren im Bayerischen Fernsehen in der bekannten Reihe Gernstl unterwegs zu sehen. Mit den Jahren hat diese Serie viele Fans gewonnen, und so ist auch das Open Air Kino im Ver-anstaltungsforum Fürstenfeld an diesem Samstagabend trotz Kälte und Regen gut gefüllt. In dicke Jacken
und Decken eingemummt sitzen die Zuschauer unter ihren Regenschirmen und las-sen sich ihre gute Laune nicht verderben. "Die Umstände passen zum Film", meint Daniela Janczik (49) aus Grafrath. Schließlich reise Gernstl auch bei jedem Wetter. Seit langem schaue sie die Serie als treuer Fan im Bayerischen Fernsehen. "Ich mag die Spontaneität, mit der Gernstl die urigen Typen anspricht und dass er die Leute einfach reden lässt", sagt sie. Spontanität spielte auch bei der Entstehung des Films eine große Rolle. Sein Cutter, der die alten Folgen nicht kannte, habe nur eine besondere Szene im Archiv gesucht und habe dann gemeint, sie hätten damals ja tolle Sachen gemacht, erzählt Franz Xaver Gernstl. "Ich habe ihm nicht widerspro-chen, und als ich nach einer Woche Urlaub zurückkam, hatte er einen 10-Minuten-Film zusammen geschnitten".

Die Suche nach dem Glück

Daraus entstand schließlich mit "Gernstls Reisen" ein amüsantes, sehr unterhaltsames Roadmovie. So erzählt ein Käser von den Schwätzchen mit seinen Roquefort-Bakterien, ein Möbelrestaurator von seiner tiefen Zufriedenheit mit seiner Arbeit und ein langhaariger bärtiger, Prophet von sei-ner Erleuchtung. Alle sind auf ihre ganz eigene Weise auf der Suche nach dem Glück, wie der Untertitel des Films verrät, und Franz Xaver Gernstl folgt ihnen dabei:
"Und zwar so lange, bis der Zweite von uns im Rollstuhl sitzt. Dann machen wir zusammen eine schlecht gehende Kneipe auf".

 
 
k11 Ein Glücksfall für Fürstenfeld
Der Grafrather Tom Blum ist seit dem Jahrhundertsommer 2003 für den Kinosommer verantwortlich

Fürstenfeldbruck • Die Laufbahn von Tom Blum begann in den 90er-Jahren im Kino Breitwand in Gilching. Dort wechselte er als Vorführer die Filmspulen aus und verkaufte Tickets und Süßigkeiten. Dann betreute er die Technik der Open-Air- Vor-führungen des Breitwand, ehe er sich selbstständig machte.

 

 
 

Am gestrigen Mittwoch war der 36-Jährige noch in der Schweiz und arbeitete am Licht-Design für eine Oper. Als Toningenieur sorgte er unlängst bei einem Auftritt der Band Fury in the Slaughterhouse für die Akustik. Während Blum wegen solcher Events viel unterwegs ist, liegt Fürstenfeld für den Grafrather quasi vor der Haustür. Ein-mal im Jahr selber eine Veranstaltung machen, ist seine Motivation. Für das Veranstaltungsforum Fürstenfeld ist Blum ein Glücks-fall. Im Sommer 2000 hatte der Cineast Markus Seitz die Brucker mit witzigen Kultfilmen und dem Stummfilmklassiker "Das Cabinet des Dr. Caligari" verwöhnt. Weil im Veranstaltungsforum Mainstream angesagt ist, übernahm das Konzertbüro Augsburg die Regie. Im Mai 2002 sagten die Augsburger überraschend ab, weil sie angeblich überlastet waren.

Das schlechte Wetter hätte das Open Air 2002 wohl zum finan-ziellen Desaster werden lassen. Tom Blum meldete sich rechtzeitig zum so genannten Jahrhundertsommer 2003. Er und sein Team hatten damals Probleme, die Anlage aufzubauen, weil die Metallteile des Gerüstes so heiß waren. Blum baute einen Teil des Daches ab, um richtige Open-Air-Stimmung zu kriegen. Etwa 7000 Besucher kamen zu seinem ersten Fürstenfelder Kinosommer. 2005 waren es deutlich weniger, aber jetzt ist Blum optimistisch, was das Wetter betrifft. Sein Programm lobt er, aber Experimente sind seine Sache nicht. Zumindest was das Geschäft betrifft. Ein großer Event steht Blum im Dezember bevor:
Dann wird er Papa.

 
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Kurzweilige Kurzfilmnacht
Bei der ersten "Night of the shorts" in Fürstenfeld gibt es Beifall für jeden Beitrag

Fürstenfeldbruek • Ein bisschen Aufmunterung konnte Tom Blum nach der vergangenen Woche gut gebrauchen: Da musste der Veranstalter des Fürstenfelder Kinosommers mit ansehen, wie zum wiederholten Male das Wetter den Auftakt der Veranstaltung zu einer Enttäuschung werden ließ. Ein schönes Trostpflaster dürfte da der Applaus gewesen sein, den das Publikum am Montagabend jedem Beitrag zur erstmals veranstalteten Kurzfilmnacht widmete. "Es kam sehr gut an", freute sich Blum über mehrheitlich positives Feedback auf das Programm.

 
  Etwa 200 Besucher hatten den Weg in den Klosterhof gefunden - darunter zahlreiche jüngere Gäste, die bei den anderen Vorführungen oft an einer Hand abzuzählen waren. Die bekannteren Filme hätten die Jugendlichen wahrscheinlich schon im Kino gesehen, vermutete Blum als Ursache: Für die "Night of the shorts" hatte Blum acht preisgekrönte Kurzfilme aus Deutschland ausgewählt, die - jeweils vier am Stück - über die große Leinwand flimmerten. Dabei wurde den Besuchern neben namhaften Schauspielern wie Jasmin Tabatabai oder Franka Potente vor allem auch eme interessante Mischung aus verschiedenen Genres geboten:
Vom Beziehungs-Drama "Pieces of my heart"bis zur Komödie "Dufte", von der Romanze "La Mer" bis zur irrwitzigen "Neuschwanstein conspiracy".
Diese Komödie avancierte neben "Dufte", beide unter der Regie von Ingo Rasper entstanden, zum Publikumsliebling: Wegen eines Missverständnisses beauftragt ein ziemlich konfuser US Präsident einen in Bayern lebenden Türken, das Schloss Neuschwanstein zu sprengen - dafür landet die Hochzeitstorte für seine Tochter in einem Terroristencamp in Afghanistan.
Einen würdigen Abschluss der Kurzfllmnacht bildete dann "Immer" - ein Film über ein Paar, das sich schließlich doch noch die Treue schwört, nachdem es sich nach 43 Ehejahren beinahe getrennt hätte.
Auf die Treue der Zuschauer hofft Blum selbst nun für die noch ausstehenden Vorführungen: In seiner kurzen Ansprache zu Beginn forderte er am Montag das Publikum auf, bei "natürlich bestem Sommerwetter" in der kommenden Woche wiederzukommen.
Die verbleibenden Highlights des Festivals, unter anderem der Film-Klassiker "Hair" oder der abschließende Wunschfilm können Blum durchaus auf guten Besucherzuspruch an den verbleibenden Veranstaltungs-Tagen hoffen lassen.
Dennoch hat er die Befürchtung, dass der schlechte Start nicht mehr ganz aufzuholen ist. Sollte es im nächsten Jahr trotzdem wieder ein Kino-Open-Air in Fürstenfeldbruck geben, will Blum die "Night of the shorts" voraussichtlich wiederholen.
DOMINIK WEISS
 
 

Kinosommer als Publikumsmagnet

Treffpunkt von Besuchern, die ansonsten nicht ins Kino gehen

Fürstenfeldbruck - Vom Überraschungshit "Wer früher stirbt ist länger tot", über den Hollywood-Blockbuster "Fluch der Karibik 3" bis zum Klassiker "Hair" gibt es im diesjährigen Kinosammer, der vom 7. bis 22. August im Veranstaltungsfarum Fürstenfeld stattfindet, wieder jede Menge Filme für jeden Geschmack. Veranstalter Tom Blum nimmt sich für die Auswahl der Filme immer viel Zeit, um auch den Nerv seines Publikums zu treffen.

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Erstes Kriterium ist, dass der Film auch mir gefallen muss", sagt er. Wertvolle Tipps holt er sich darüber hinaus von seiner Lebensgefährtin. ,,Das ist schon eine harte Jury", sagt Blum lachend. Bei aller Härte wird jedoch versucht, für jeden Geschmack etwas zu finden. Brandaktuelle Kinahits müssen dabei jedoch außen vor bleiben. "Hier gibt es limitierte Filmkopien und Sperrzeiten, weil die Verleihfinnen natürlich zuerst ihre regulären Kinos beliefern wollen", sagt Blum ..
Ein finanzielles Risiko ergibt sich bei der Filmauswahl auch immer wieder mal. ,,Da werden zum Teil sehr hahe Verleihgebühren verlangt, die unabhäilgig davon fällig werden, wie viele Leute kammen."
Die DVD sieht der Veranstalter des Kinosommers dabei nicht unbedingt als Kon-kurrenz an. "Mit fremden Leuten gemeinsam einen Film anzusehen, ist etwas anderes, als sich auf dem Sofa eine DVD einzulegen." Aus diesem Grund glaubt Blum auch daran, dass das Kino trotz der jünlgsten Grabgesänge überleben wird. "Man kann Kino und DVD nicht miteinander vergleichen."
Mittlerweile hat Blum mit seinem Kinosommer sogar einen graßen Kreis an Stammpublikum gefunden, der ansonsten nicht ins Kino geht. Viele dieser Besucher hätten das Gefühl, alle wichtigen Filme des Jahres beim Kinosommer zu sehen zu bekommen. "Ein größeres Lob kann man als Veranstalter eigentlich kaum bekommen", freut sich Blum.

ANDREAS DASCHNER

 
 
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Rosinen und ganz persönliche Favoriten

Der Stadtsaalhof ist bis einschließlich 22. August Kino-Freilichtbühne - der Start mit "Wer früher stirbt ist länger tot" war zwar ein Schlag ins Wasser. Doch Initiator Tom Blum'bleibt optimistisch:
"Rund 120 Besucher haben eisern durchgehalten". Und auch in den vergangenen Tagen lief es zufriedenstellend
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VON ANGI KIENER

 

 
 

Fürstenfeldbruck - "Ohne die finanzielle Unterstützung unserer Partner wären dem Projekt Kinosommer längst die Felle davon geschwommen", meint Tom Blum· im Hinblick auf die letzten beiden Jahre, an denen er bereits mit Regenschauern rund um die· Leinwand zu kämpfen· hatte.

Auch in diesem Jahr war der Start alles andere als sonnig: "Pünktlich um 20 Uhr hat es aus Eimern geschüttet, der Platz stand im Nu unter Wasser", erzählt Blum. Die treuen Frischluft-Kinogänger hielten ihm die 'Stange, immerhin wollten rund 120 Besucher den Open-Air-Kinos mit dem Rosenmüller-Uberraschungserfolg erleben.

Wie für jeden Kinosommer hat Blum für seine· Besucher wieder die Rosinen aus der Kinowelt gepickt - seine ganz persönlichen Favoriten smd der Klassiker "Hair" (16. August), "Little Miss Sunshine" (12. August) und die "Night of Shorts" (13. August), in. der acht ausgewählte deutsche Kurzfilme gezeigt werden, die unter anderem mit prominenten Schauspielern wie Franka Potente besetzt sind.
Ein weiteres Highlight kündigt Blum für den 17. August an: Zum Sport-Dokufilm der weltbesten Extremkletterer, die in ,,Am Limit" zeigen, was sie drauf haben, hat sich die Brucker Ortsgruppe des Deutschen Alpenvereins angekündigt, die für Live-KIet-terspaß sorgen wird. "Es wäre schade, wenn· der Kinosommer wegen des Wetters sterben würde. Für mich ist die Organisation, die immerhin ein halbes Jahr'dauert, jedesmal ein innerer Kampf und ich fange mich zu fragen, wozu ich. mir das antue", meint der in Grafrath lebende Blum.
Vor 20 Jahren hat er seine Liebe zum Kino entdeckt, war Vorführer im damaligen Programmkino "Breitwand" in Gilching. "Da hat's mich echt erwischt. Es ist einfach schön, sich· gemeinsam mit Fremden einen Film anzusehen, die Emotionen zu teilen. Ich bin mit Herzblut bei der Sache."
,,Darum mache ich auch weiter", verspricht der leidenschaftliche Cineast. Und er kann sich des Zusptuchs derer sicher sein, die gerne und immer wieder kommen. Denn: es gibt durchaus eine Schar von Stammkunden, die es jedes Jahr zum Freiluftkino nach Fürstenfeldzieht - wie zum Beispiel Familie Kaiser aus Puch, die diesmal auch ihre Kinder zu "Shrek der Dritte" mitgebracht hat: "Wir waren letztes Jahr viermal hier und werden auch heuer mehrmals kommen", verspricht Gina Kaiser.
Auch die Landkreis Jugend hat entdeckt, dass Kino unter freiem Himmel im wahrsten Sinne des Wortes "echt cool" ist und ganz nebenher auch ein wenig abhärtet.
 
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Erfolgreicher Kinosommer: Filmhighlights unterm Nachthimmel


Das gehört zum Sommerflair in Füstenfeld-bruck einfach dazu: Der Füstenfelder Kinosommer im Stadtsaalhof hat trotz des wechselhaften Wetters eine feste Fangemeinde. Rund 5.300 Filmfreunde genossen heuer an 16 Abenden Stars unterm Nachthimmel. Das Kinosommer-Team ist höchst zufrieden mit dem Erfolg und verspricht eine Wiederholung im nächsten Jahr, auf die wir uns schon alle freuen.

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Open Air und unterm Dach

Beim Fürstenfelder Kinosommer gibt es jetzt auch Plätze in der Stadthalle

Fürstenfeldbruck Der Fürstenfelder Kinosommer fin-det heuer vom 5. bis 20. August zum sechsten Mal in Kloster Fürstenfeld statt, und Veranstalter Tom Blum hat sich etwas einfallen lassen, um die Zuschauer vor den Widrigkeiten des Wetters zu schützen. In diesem Jahr wird die 129 Quadratmeter große Leinwand im Hof installiert und der Stadtsaal geöffnet, so dass dort auf der Bühne 250 Logenplätze, wie Blum es nennt, angeboten werden können.

 
  Lange hat er sich geweigert, einen Teil der Sitzplätze mit einem Dach auszustatten, weil er fand, das widersprche der Idee des Open-Air-Kinos. Aber die finanziellen Einbußen durch schlechtes Wetter haben einen Sinneswandel bewirkt. Er habe überlegt, ein Zelt aufzustellen oder ein Dach zu installieren, aber das wäre zu teuer gewesen, erzählt Blum. Dank der Koopera-tion des Veranstaltungsforums steht nun die Bübne des Stadtsaales zur Verfügung.
Kiosk in der Tenne
"Ich bin wesentlich entspannter, nachdem wir in den vergan-genen Jahren dem Regen immer völlig ausgesetzt waren", sagte Blum der SZ. Außerdem werden im Durchgang ein paar Stühle aufgestellt. Der Hof, der damit als Parkett fungiert, bietet Platz für maximal 950 Plätze. Gastronomie und Kiosk hat Blum in diesem Jahr im Untergeschoss der Tenne platziert. \
Neu ist ein Familienticket, das Blum anbietet, der seit über eineinhalb Jahren selbst Vater ist. In der Kurzfilmnacht am Dienstag, 12. August, zeigt er in diesem Jahr sechs "familientaugliche" Streifen aus Deutschland, die sich um das Thema des Er-wachsenwerdens drehen. Die kleinen Helden träumen noch vom Erwachsensein und kämpfen für ihre Rechte und, Träume. Zu sehen sind in den Filmen unter anderem Sebastian Koch, Monika Bleibtreu und Andreas Bahr.
Beibehalten hat Blum auch den Publikumswunschfilm, der am letzten Tag des Kinosom-mers, am Mittwoch, 20. August, gezeigt wird. Die Abstimmung läuft im Internet auf der Hornepage des Festivals qnter www.fff-kinosommer.de/ wunschl/.
Das Programm des Fürstenfelder Kinosommers besteht aus deutschen Komödien wie "Kei-nohrhasen ", der zum Auftakt am Dienstag, 5. August läuft, von und mit Til Schweiger, der den Boulevardreporter Ludo gibt, über "Indiana Jones IV" mit HarrisonFord (6. August) sowie dem mehrfach ausgezeichneten israelisch-französischen Werk "Die Band von nebenan" über die Odyssee eines ägyptischen Polizeiorchesters (7. August). Die Komödie "Outsour-ced" von John Jeffcoat karikiert den Lebenslauf eines Call-Center- Managers, der seinen Job ver-liert (17. August).
Dazu laufen "Kirschblüten -Hanami" von Doris Dörrie mit Elmar Wepper und Hannelore Elsner (10. August) und die tschechische Komödie "Leergut" über einen Lehrer, der aussteigt (15. August). Als Doku-mentarfilme zeigt Blum "Shine a Light" von Martin Scorsese über zwei Auftritte der Rolling Stones im New Yorker Beacon Theatre (8. August) sowie den Landschaftsfilm "Unsere Erde", der das Überleben von Tieren in ihrer bedrohten Umwelt zeigt (16. August). Wieder mal bei ei-neOpen-Air-Kino dabei ist "The Big Blue" von Luc Besson (13. August). Die. Filme starten jeweils um 21.15 Uhr, Einlass ist ab 20 Uhr. PETER BIERL
 
 

Open-Air-Kino etwas regenfester gemacht


,,So eine lange Besucherschlange vor der Kasse hab' ich hier noch nie er-lebt. Die Filmfreunde standen bis zur Amper an", erzählt der Veranstalter des Fürstenfelder Kinosommers, Tom Blum. Mit dem Publikumsschlager "Keinohrhasen" eröffnete Blum die Filmreihe


VON ANGI KIENER


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  Fürstenfeldbruck - Am zweiten Abend lief "Indiana Iones IV" über die 122 Quadratme-ter große Leinwand. Wie Blum meinte, sei das zwar nicht unbedingt ein Film für den klassischen Open-Air Besucher, doch im· Laufe des Abends füllte sich der Stadtsaalhof doch gut zu zwei Drittel.
Die durch die verregneten Vorjahre sprichwörtlich mit allen Wassern gewaschenen Besucher kamen zumeist bestens ausgerüstet und schleppten Körbe mit Decken, Kissen und allerlei Verpflegung mit in den Stadtsaalhof.
Dieser präsentiert sich heuer um 180 Grad gedreht - und so bietet die Bühne des großen Saals zusätzlich zu den 1000 unbedachten auch 250 regensichere Logenplätze. "Wir haben versucht, den Kinosommer etwas regenfester zu gestalten, und hoffen, dass unser neues Konzept auch bei gu-tem Wetter aufgeht", meinte Blum zuversichtlich.
Die Ehepaare Kerstan und Gallitzendörfer haben es sich an der Tennenaußenwand am Biertisch gemütlich einge-richtet: Mit Käse, Wein, Trau-ben und Rotwein gut versorgt erwarten sie den Start des } Films. "Ich steh' auf Indiana Jones", gesteht Siglinde Kerstan und gemeinsam mit ihrem Mann Karlheinz wird sie heuer nochmal beim Kinosommer vorbeischaun. Denn, und da sind sich die Ehepaare einig: "Eine Kinosommemacht unter freiem Himmel wäre einfach zu wenig."
Tanja, Stefanie, Michaela sind das erste Mal in diesem Sommer hier, ihr Begleiter Hans-Jürgen ließ' sich zur Eröffnung schon vom Andrang auf den Film Keinohrhasen beeindrucken. Neben 14 Spielfilmen, der Kurzfilmnacht und dem Pu-blikums- Wunschfilm werden die Besucher auch gastrono-misch gut versorgt. Diesmal gibt‘s zum gewohnten Ange-bot an deftigen Würstln noch feine Crepes und natürlich, wie es sich für einen gelunge-nen Kinoabend gehört, jede Menge Popcorn.
"Man versucht das Beste es sich bequem zu machen", meinen die Teenager Sebastian und Max, die es sich in den Liegestühlen in der ersten Reihe bequem gemacht und lässig die Füße hochgelegt ha-ben. Kinosommer-Organisator Tom Blum hat einige Extra -Tipps für den diesjährigen Kinosommer parat. Besondere Bedeutung hat für ihn die Kurzfilmnacht (Dienstag, 12. August): "Die ist dieses Mal auf Familien ausgerichtet und behandelt in den einzelnen Streifen das Thema Erwach-senwerden." Ein Lieblings-film BIums ist "Unsere Erde-“ und „Rausch der Tiefe", der auf Riesenleinwand einfach zum Erlebnis wird. Zu seinen Fa-voriten zählt auch der Erleb-nis- und der Pelzig-Film "Vor-ne ist verdammt weit weg", bei dem Thomas inemann die Regie führte.
 
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In einer sternklaren Sommernacht reisten die Brucker am zweiten Tag des Fürstenfelder Kinosommers zu den Sternen. "Star Trek - Die Zukunft hat begonnen" flimmerte über die riesige Leinwand im Stadtsaalhof. Obwohl ermäßigter Eintritt lockte, kamen nur zwei Männer in Kostüm.


VON THOMAS HEINZEL


 
 

Fürstenfeldbruck - Die milden Temperaturen zogen viele Filmfreunde und Science-Fiction-Fans ins Veranstaltungsforum, wobei der Blick in die Menge eines offenbarte: Die Abenteuer von Kirk Spack und Co. begeistert eher das männliche Geschlecht.


Der Veranstalter hatte irr Vorfeld eine Eintrittsermäßigung und kostenloses Popcorn für diejenigen Besuche ausgelobt, die in authentischer Star-Trek-Aufmachung erscheinen. Umso mehr verwunderte, dass lediglich zwei etwas verloren wirkende Herren in diesem Outfit erschienen waren. Die beiden Münchner sind seit Jahrzehnten Fans des Enterprise-Universums und gehen zu allen Filmen grundsätzlich in der typischen Bekleidung ins Kino. "Am liebsten mögen wir die Serie aus den Sechzigern" sagt Peter Groß. "Der neue Film ist aber auch toll." Sein Captain-Kollege Toni Schindler ist Mitglied in ei¬nem Star-Trek-Fanclub; von dem er die Oberteile für sich und Groß angezogen hat. "Auf die großen' Fan-Treffen gehe ich aber nicht, das ist mir zu extrem", distanziert sich Schindler vom Fanatimus mancher "Trekkies". Und wandte sich gespannt der Leinwand zu.
Die actionreiche Handlung und der augenzwinkernde Humor des aktuellen Star Trek-Streifens sorgten beim Publikum für Spannung und Heiterkeit. Immer wieder wurde in den gut besetzten Reihen lauthals gelacht. Und auch das' Ambiente des Freilichtkinos auf dem Klosterareal fand großen Zuspruch. "Man sitzt hier sehr gut, das - ist ein richtig schönes Kino", lobte Harald Lindacher aus - Bruck. "Toll, dass es das hier gibt."

Veranstalter Tom Blum ist mit dem bisherigen Verlauf des Fürstenfelder Kinosommers sehr zufrieden. "Die Besucherzahl am ersten Tag lag deutlich über meinen Erwartungen." Wenn es sich anbietet, möchte Blum auch für weitere Vorführungen einen Verkleidungsrabatt ermöglichen. Für Vorschläge ist der Kinosommer-Organisator offen. "Die Fans dürfen sich gerne an mich wenden", meint er.
Besonders stolz ist der Veranstalter darauf, dass Florian Gallenberger, der Regisseur des Oscar-nominierten Films "John Rabe" diesen Samstag beim Kinosommer auftritt und den Besuchern etwas über sein Werk erzählt. "Das spricht für die überregionale Bekanntheit und den guten Ruf, den unsere Veranstaltung inzwischen hat

 
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Einen Hauch von Glamour brachte Navid Akhavan, Hauptdarsteller der Komödie "Salami Alaikum", zum Fürstenfelder Kinosommer. Der Exil-Iraner karn nach dem Film mit dem Publikum ins Gespräch. Er erzählte von der Flucht aus seiner Heimat und seiner Musikkarriere


VON THOMAS HEINZEL


Fürstenfeldbruck - "Hallo München", begrüßte Navid Akhavan das erstaunte Publikum im Stadtsaalhof des Ver¬anstaltungsforums. Doch seinen Lapsus bemerkte er gleich und korrigierte in "hallo Fürstenfeldbruck". "Das ist wohl so schlimm, als würde man Köln mit Düsseldorf verwechseln", mutmaßte der persischstämmige . Rheinländer.
Die Komödie über einen jungen Deutschperser, der in Ostdeutschland der Liebe seines Lebens begegnet, hatte viele Nachtschwärmer ins Freiluftkino gezogen. Nass wurde das Publikum jedoch nicht nur vor Lachtränen, sondern auch durch einen Regenguss. Hier konnten sich diejenigen glücklich schätzen, die einen Platz im überdachten hinteren Bereich des Hofes ergattert hatten. Der guten Stimmung taten die Tropfen jedoch keinen Abbruch. Beim Abspann ertönte begeisterter Applaus. Nach dem Film st~llte sich Navid Akhavan den Fragen der Zuschauer. Und die wollten vor allem wissen, ob der Film auch im Iran gezeigt werde. Der 29-Jährige verneinte dies und verwies auf die gegenwärtige politische Situation in seiner Heimat. "Wenn er dort gezeigt wird, ist der Iran ein freies Land".
Angesprochen auf die zahlreichen musikalischen Einlagen .in "Salami Alaikum" erklärte Akhavan, dass er alle Lieder seiner Filmfigur selbst gesungen habe. Der Kölner schreibt gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder persischsprachige Musik. Mit diesen Stücken ist er besonders bei der iranischen Exilgemeinde in Deutschland populär. Veranstalter Tom Blum wollte vom Ehrengast noch wissen, ob das Publikum an den richtigen SteIlen gelacht habe. "Ja klar, waren die bezahlt?", antwortete Akhavan scherzhaft.
Der Schauspieler wurde in Teheran geboren und floh als Kind mit seinen Eltern vor der islamischen Revolution zuerst in die USA und schließlich nach Deutschland – keine einfache Situation für die Familie. „Als Kind gewöhnt man sich sehr schnell an ein neues Umfeld, aber für meine Eltern war es anfangs natürlich schwer, sich einzuleben“, erzählte der Schauspieler. Vater und Mutterseien aber längst in der neuen Heimat verwurzelt, Akvahan selbst sieht sich in erster Linie als Deutscher."Salami Alaikum" bezieht den Großteil seiner Komik aus dem Spiel mit Klischees, sowohl über Exil-Iraner, als auch über Ostdeutsche. "Wir lachen aber nicht über Kulturen, sondern mit ihnen", betont der 29-Jährige nachdrücklich. Diesem Standpunkt stimmt auch Arsham Bagheri zu, ein persischstämmiger Besucher der Kinovorstellung. "Es ist gut, dass gezeigt wird, dass wir keinen Fanatismus haben", freut sich der Brucker Teppichhändler.

 
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Großes Kino - großes Theater

Kino Open Air im Kloster Fürstenfeld

Der Fürstenfelder Kinosommer und die neue Theaterreihe im Klosterhof Fürstenfeld bestätigen die Bedeutung des Klosterareals als einen der wichtigsten Veranstaltungsorte in unserer Region: Ab dem 3. August entführen die bewegten Bilder 16 Tage lang jeden Abend Outdoor-Cineasten in den stimmungsvollen Klosterhof. Das Programm verspricht lohnende Filme, wobei dieses Open­Air freilich auch von seiner besonderen Stimmung unter freiem Himmel lebt: historische Gebäude, moderne Kinotechnik, eine besonders große Leinwand und laue Sommernächte. Und sollte das Wetter einmal nicht mitspielen, so finden sich im hinteren Teil des Zuschauerraums (der Loge sozusagen) überdachte Plätze mit besten Sichtverhältnissen - sie sind zumeist als erste besetzt.

 

 
 

Organisator Tom Blum und seine Mannschaft haben dieses Jahr wieder eine Filmauswahl getroffen, die sich sehen las­sen kann. Neben den obligatorischen Filmhighlights des ver­gangenen Jahres, (',Avatar", "Inglourious Basterds") und den leicht-beschwingten Komödien ("Zweiohrküken", "Wenn Liebe so einfach wäre"), die natürlich bei keinem Kino Open Air fehlen dürfen, trauen sich die Macher des Kinosommers auch mal an eher ungewöhnliche Titel fürs Freiluftkino. "Das weiße Band", der Abräumer beim diesjährigen Deutschen Filmpreis, wird die Gäste auf eine harte Probe stellen: Schwarzweißbilder, reduzierte Tempo, fehlende Musik, unbequemes Thema - und das über zweieinhalb Stunden. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, bekommt

bekommt dafür ein Meisterwerk fernab vom Kinomainstream zu sehen! Oder "Lourdes", in dem Regisseurin Jessics Haussner in halbdokumentarischem Stil über eine Wunderheilung im bekannten Wallfahrtsort erzählt. Die Beschreibungen des strengen, bis ins letzte Detail durchge­planten Tagesablaufs an der Pilgerstätte, lässt kaum ahnen, dass hier wirklich Wunder geschehen können. Und doch passiert es, als sich der Zustand der MS-kranken Christine plötzlich verbes­sert. Der Film überlässt es dem Zuschauer, was er selbst glauben möchte - genug Stoff für Diskussionen auf dem Nachhauseweg. Und schließlich greifen die Programm-Macher weit zurück in die Filmgeschichte und zeigen mit "Der Dritte Mann" Carol Reeds Krimi-Filmklassiker von 1949. Orson Wells in der Haupt-Ne­benrolle und das unvergessene musikalische Zither-Thema von Anton Karas. Es ist schön, dass auch solche Filme mal auf einem Open-Air zu sehen sind!
Zwei Besonderheiten sollten noch erwähnt werden: Am 8.
August hat Autor Jan Weiler, der die Vorlage zu "Maria ihm schmeckt's nicht" geschrieben hat, seinen Besuch angekündigt. Und mit der Preview von "Männer im Wasser" am 18. August wird das Kinosommer-Programm abgerundet. Es erinnert damit fast schon an ein kleines Arthaus-Festival unter freiem Himmel. Übrigens: In den letzten Jahren kamen echte Open-Air-Profis mit Schlafsack und Liegestuhl daher. Das macht Laune, steckt an und zeigt, wie man den Sommer genießen muss. Infos zum Programm und zu allen Filmen unter www.ffb-kinosommer.de.

Markus Eisele (Jezza! Magazin)

 
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Manischer In-Ordnung-Bringer

Mit „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ hat Jan Weiler einen großen Bucherfolg gelandet – der Film lief jetzt beim Kinosommer

Fürstenfeldbruck - "Der ist ja genau wie du", fiel scho Jan Weilers Mutter bei der Premiere des Films "Maria, ihm schmeckt's nicht" auf. Ziemlich genau vor 369 Tagen war das. Und tatsächlich, Jan im Film, gespielt von Christian Ulmen, und Jan zu Gast beim Fürstenfelder Kinosommer haben einiges gemeinsam. Die italienische Frau zum Beispiel, die mangelnden Sprachkenntnisse, die den Hauptdarsteller verwirrt durch den FfIm stolpem lassen. Ein Gefühl, dass der Autor des gleichnamigen Buches durchaus nachvollziehen kann, wenn er sich an die ersten Besuche bei der Famllie seiner Frau erinnert. Allerdings verpasste der Drehbuchautor Weiler dem Film, wegen der Dramaturgie, eine Rahmenhandlung­ einen Plot, der dem Buch fehlte. Da wird nämlich auf Seite 14 schon geheiratet, während hingegen auf der Leinwand die Frage "Hochzeit oder nicht bis zum Schluß offen bleibt.
Kurz vor Beginn der Vorstellung in Fürstenfeld tritt Jan Weiler mit großen, ausladenen Schritten vor die Lein­wand, kündigt den Film als "fünfdimen­sional" an, wozu er wohl auch Regen, Wind und Kirchturmgeläute zählt und kündigt ganz nebenbei die Forstsetzung mit "Antonio im Wunderland" für das Jahr 2012 an. "Ob ich das noch erlebe", zweifelt ein nicht mehr ganz junger Zu­schauer. Ein Rätsel hat Weiler für die Ki­nofans außerdem parat. Wer genau auf­passt, entdeckt ihn sogar als Schauspieler, "in der kleinsten Sprechrolle", wie ' sich im zweiten Teil herausstellt, als Stan­desbeamter. Als Zeitvertreib für die Pau­se bietet er Gespräche an, zudem "Täto­wierung und Amputation".
An die medizinischen Künste eines Doktor Weiler wagt sich dann aber doch keiner der Zuschauer ran. An seine Ge­sprächs- und Autogrammbereitschaft deutlich mehr. Weiler lehnt entspannt am Bistrotisch, schwarzes Outfit, dunkle Brille, am Hosenbund eine Schlüsselket­te. "Damit ich nicht ständig suchen muss" J erklärt er seine Schussligkeit. Die habe er nämlich, trotz eines ausgepräg­ten teutonischen Ordnungssinnes, "weil ich in jeder blöden Sekunde meines Le­bens arbeite". "Ich bin ein entfesselter Aufräumer" , sagt er, "ein manischer In-Ordnung-Bringer". Aber dennoch Typ "zerstreuter Professor", der schon mal ohne Reisepass beim Check-In steht und sich anband seines Buches - "peinlich, peinlich" - ausweisen muss. Weiler plaudert locker aus dem Nähkästchen, über die Panne beim Heiratsantrag, den er, weil ins Ohr geflüstert, wegen des Länns im Nachtwerk, wiederholen muss­te, seine Abneigung gegen das Reisen und Fragestunden, seine Vorliebe fürS Vorlesen. Am liebsten würde er ja schrei­ben lassen, "von Leuten in ungeheizten Räumen und zudem schlecht bezahlt". Ein verkapptes Kapitalistenschwein al­so? "Natürlich nicht", sagt er.
Weiler erzählt über seine Zeit beim SZ-Magazin, bei dem er fünf Jahre lang Chefredakteur war. Und über den Erfolg seines Buches, das mit 1,7 Millionen Ex­emplaren mittlerweile die 45. Auflage er­reicht hat. Dass es sogar außer ins Polni­sche auch ins Chinesische übersetzt wu,r­de, kann sich der Autor nur so erklären:
"Die kaufen alles was Erfolg hat, unab­hängig davon ob sie den Humor kapie­ren." Und über die neuen Projekte. Gera­de kommt er von einem Fernseh-Drehtag an der Spree für eine "monothematische Interviewsendung", in der Weiler "ver­rückte Thesen" beweisen will. Beispiele:
"Die Klimakatastrophe findet nicht statt", oder "Die Frauen sind an allem schuld". Für die Bestätigung, selbst von absurdesten Behauptungen, ließen sich relativ einfach eine Handvoll Wissen­schaftler finden, lautet seine Erfahrung. Man darf gespannt sein, was da noch al­les auf UDS zukommt. Edith Schmied

 
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UMFRAGE: 17 Tage Freiluftkino in Fürstenfeld

Was zieht Cineasten am Abend vor die Kinoleinwand? Was ist das Magische am Filme schauen unter freiem Himmel? Nach über zwei Wochen Freiluftkino wollten wir von den Besuchern wissen, was ihnen am Kinosommer Fürstenfeld besonders gut gefallen

 

Barbara Zankl (49) aus Olching:

"Ich bin mit zwei Freundinnen heuer zum zweiten Mal zum Kinosommer geekommen. Das Ambiente ist wunderbar, der Mond geht über den Dächern auf - das ist einfach schön. Auf die Komödie "Starbuck" freue ich mich, ich lache gern ðschließlich ist das Leben oftmals traurig genug. Toll finde ich auch, dass man mit Musik auf einen schöönen Abend eingestimmt wird."

Florian Döring (45) aus Fürstenfeldbruck:

"Kino unter freiem Himmmel, das ist doch super. Bissher war ich noch nie beim Brucker Kinosommer - hat sich leider nie ergeben. Heute bin ich mit meiner Frau und Freunden hier. Ich freue mich auf eine hofffentlich amüsante Komöödie. Ich glaube, das könnte ein angenehmer und lustiger Abend werden - denn schon beim Vorfilm mit Donald Duck musste ich sehr viel lachen."

Alexander Beukemann (55) aus Bruck:

"Ich bin schon zum dritten Mal hier und genieße das Flair und das Ambiente (hier herrscht einfach eine schöne Stimmung. Durch die Vorschau bin ich auf den Film "Starbuck" auffmerksam geworden. Desswegen verspricht es, ein wirklich heiterer Abend zu werden. Außerdem feiere ich heute auch noch Geburtstag unter freiem Himmmel - und was will man mehr?"

Christian Gurk (36) aus Mainz:

"Meine Frau und ich maachen Urlaub am Ammersee und sind durch Plakate auf den Kinosommer aufmerkksam geworden. Das ist ettwas ganz Besonderes hier: einen Film unter freiem Himmel anzusehen, das hat schon was. Wir verbringen hier unseren letzten Urrlaubsabend und freuen uns auf die Komödie "Starrbuck" - wir freuen uns daarauf, einen lustigen Filmmabend zu verbringen."

Albert Fischer (52) aus Puchheim:

"Ich bin ein Querbeetfan und heuer zum dritten Mal hier. Meine Frau und ich haben das. Wetter aus- genutzt und ärgern uns fast, dass wir nicht öfter da waren. Die Atmosphäre im Innenhof, das Licht und die Farben - einfach schön. Das Programm finde ich geelungen und ausgewogen, wir hätten eigentlich jeden Abend kommen sollen. Ein Pluspunkt: man bekommt immer einen guten Platz."

Lena WeiB (15) aus Kottgeisering:

"Es ist so schön, unter freiiem Himmel einen Kinofilm zu sehen, einfach mal was' anderes. Allerdings gehe ich auch gern ins normale KinO und Komödien liebe ich besonders. Von dem Film "Starbuck" weiß ich gar nichts, da lasse ich mich einfach mal überraschen. Icn bin mit meiner Freundin Teresa hier und freue mich einfach auf einen enttspannten Abend mit viel Popcorn."

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Der Organisator des Fürsstenfelder Kinosommers, Tom Blum, konnte am Mittwoch den Kulturförrderpreis des Kulturverreins entgegennehmen. Mit ihm ausgezeichnet wurden wurden die Kulturstiftung Annelies und Gerhard Derriks, der Jugenddmusikverein und die Stadtkapelle.

VON SUSANNA REICHLMAIER

Fürstenfeldbruck - Der Kullturförderpreis wurde heuer bereits zum achten Mal verrliehen. Mit der Auszeichnung könne der Verein Anerkennnung zeigen für Menschen, die sich über die Maßen engaagieren und das Stadtleben in kultureller Hinsicht bereiichern, betonte die Vorsitzennde Barbara Stammberger.

Diesmal wurde die mit ' 3000 Euro dotierte Auszeichhnung auf vier gleichrangige Preisträger aufgeteilt. Bis diese ihren Preis in Händen hallten konnten, mussten sie sich gedulden. Denn zunächst geehörte die Bühne im Kleinen Saal dem Klaviertrio "Trio con brio". Mit ihrem sechsshändigen Spiel begeisterten AJexande~ Zettl, Jakob und Jonas Aumiller das Publikum. Die drei jungen Pianisten sind Schüler von Comelia NonnnJordache, haben sich vor zwei Jahren zusammengetan und 2012 unter anderem den Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" gewonnen. Ihre Fans ( müssen sich ab sofort auf einen neuen Namen einstellen: I "Trio con 'tre farfalle rosse" in Anspielung auf die roten 1 Fliegen, die sie stets bei ihren 1 Auftritten tragen.

Fürstenfeldbruck könne stolz sein auf das enorme bürgerschaftliche Engagement, das er zuletzt bei der Grünndung des Kunsthauses erfahhren habe, betonte Gerhard Derriks. Das Ehepaar Derriks hat vor fünf Jahren eine Kullturstiftung ins Leben gerufen, die der Förderung der bildennden und darstellenden Kunst im Landkreis dient. Mit Veranstaltungen soll vor allem die Jugend an klassische ( Kunstformen sowie eigene Hör- und Seherfahrungen heerangeführt werden, sagte die Vize-Vorsitzende des Kulturrvereins, Karin Schleicher. Beesonders hob sie die Opern für Kinder, wie zuletzt "Der kleine Freischütz" hervor. Außerrdem öffnet das Ehepaar seine privaten Wohnräume für regionale Künstler, bietet das Diskussionsforum "stand. punkt.kunst" und initiierte das. Kunsthaus. Bei alledem trete Gerhard Derriks nicht nur als Mäzen auf, sondern packe selbst "mit Hammer und Pinsel" mit an.

Für großes Kino auf großer Leinwand ist seit zehn Jahren Tom Blum zuständig. Über 50 000 Zuschauer sahen bissher 152 Filme im Stadtsaallhof, rechnete FürstenfelddChef Norbert Leinweber vor. Es werde gestaunt, gelacht und geweint. Blum habe verrregneten Sommern und Temmperaturen nahe dem Gefrierrpunkt getrotzt, die Leinwand Stürmen standgehalten und die Besucher so manche Mücke erschlagen. Der Kinoosommer sei "ein Glücksfall für Fürstenfeld", so Leinweber. Blum freute sich über den offensichtlich gelungenen Spagat zwischen Geldverdienen und kulturellem Beitrag, den sie leisten wollen.

Die erfolgreiche Arbeit der Stadtkapelle und des vor acht Jahren daraus hervorgegagenen

Jugendmusikvereins (JMV) würdigte die früllere Kulttlfreferentin" Renate Lohde: denn aus kleinen Anfängen heeraus hätten sich die beiden Gruppen "zu hochwertigen Orchestern mit einem großen Repertoire an schwungvollen Melodien entwickelt. "Wir genießen es, weiter so", so Lohde. Bei beiden Ensembles stehe der Zusammenhalt und die Freude am gemeinsamen Musizieren im Mittelpunkt. Der JMV gehöre mit 70 Musiikanten zu den größten Jugendblasorchestern in Bayern.

Dirigent Paul Roh und die Vize-Vorsitzende Gabriele Fröhlich von der Stadtkapelle sowie Leiter Werner Maurer und der frisch gebackene Vorsitzende Robert Kauffmann vom JMV dankten im Namel). der Musiker für die Auszeichnung. Beschlossen wurde die Preisverleihung mit einer Zugabe des Klaviertrios.

 
 

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Filmemacher-Trio bei "Drei Stunden"

Sommerkomödie im Regen, dafür mit Filmteam:
In Fürstenfeld waren Regisseur, Hauptdarsteller und Filmmusikerin von "Drei Stunden" zu Gast

VON ANGI KIENER

Fürstenfeldbruck - Mit einer Portion Galgenhumor begrüßte Freiluftkinochef Tom Blum die Gäste zur Aufführung von "Drei Stunden":

"Herzlich Willkommen zur Ausgabe Gewitter Live." Die Besucher drängten sich auf der Suche nach einem trockenen Sitzplatz unter der über­dachten Tribüne im Stadtsaal-Innenhof. Dabei stand im Programm eine heitere Sommerkomödie. Immerhin spielte sich auf der Leinwand eine Hochwetterlage ab - im starken Kontrast zu Blitz, Donner und Regen, der live dazu von oben serviert wurde. Ein Lichtblick: Hauptdarsteller Nicholas Reinke, Regisseur Boris Kunz und Rosalie Eberle (Filmmusik) waren nach Fürstenfeld gekommen. Eberle spielte sogar auf der Tribüne inmitten der Gäste Gitarre.
"Drei Stunden" ist das Kinodebüt von Boris Kunz. Der Film handelt davon, innerhalb von drei Stunden die, Antwort auf eine der vielleicht wichtigsten Fragen des Lebens zu finden. Eine Frau, ein Mann, beide um die 30, müssen sich für- oder gegeneinander entscheiden. "Das ist in gewisser Weise auch ein Liebesfilm, der von verdichte­ter Zeit lebt und dabei tra­gisch und komisch zugleich ist", sagte der Regisseur. Auf den Hofer Filmtagen fand er einen Verleih. "Es war mein Ziel, dass es der Film auf die Leinwand schafft, ich dachte bei der Produktion immer ans Kino und nicht ans Fernsehen."                      


Laut Kunz hat sein Debüt private Züge, ist aber weit von autobiografischer Selbstdarstellung entfernt. "Ich hab' mich schon gefragt, ob ich so etwas erleben könnte, die Figur des Hauptdarstellers ähnelt mir ein wenig", gestand der Filmemacher. Die Produktion hat eine halbe Million Euro gekostet. Die Musik zum Film stammt überwiegend von "Rosalie und Wanda". Rosalie Eberles Stimme kennt man aus dem Rosenmüller- Film "Sommer in Orange". Auch Nicholas Reinke ist kein Unbekannter: Er spielte 2006 in "Requiem" von Hans-Christian Schmid und im Volkstheater unter Christian Stückl mit. "Der Film ist liebevoll gemacht, auch die Nebenrollen haben Charakter", findet der Hauptdarsteller.
Er und Kunz haben auf ihrer Kinotour bereits ein neues Projekt entdeckt: "Bei den Zugfahrten entstand so etwas wie ein Brainstorming, wir entwickeln einen Plan für unseren nächsten Film", verrieten sie. Dass sie komödiantisches Talent haben und auch umsetzen können, haben sie mit "Drei Stunden" bewiesen.

 

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Kinosommer startet in die digitale Zukunft

An heißen Sommertagen ins Kino? Wohl eher nicht. Es sei denn, man holt den Film nach draußen - so wie beim Bruucker Kinosommer. Am Samstag flimmert der erste Film über die Leinnwand im Stadtsaalhof.

VON ANJA BLOCH

Fürstenfeldbruck - Das Team um Veranstalter Tom Blum hat 1300 Stühle aufgestellt. Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen, stehen ein paar davon auf der Stadtsaalbühne, in der so genannten Loge. So bleiben auch bei Regen die Popcorntüten trocken.

Heuer stellt das Sommerkino auf Digital-Film um. Für Blum hätte die Anderung nicht kommen müssen: "Es ist zwar eine gewisse Erleichterung, weil keine schweren Filmkopien mehr benutzt werden müssen. Aber die neue Technik ist empfindlich und teuer. Im Störfall gibt es auch sehr wenig, was man tun kann. Das war mit dem 35-Millimeter-Film anders."

Technische Details hin oder her, die Filme stehen im Fokus. Insgesamt 17 Stück haben es ins Programm geeschafft. Los geht es am Samsstag, 2. August, mit "Fack ju Göthe". Der Film ist im Rahhmen der neuen Kooperation mit dem Fünf-Seen-Film-Fest (FSFF) mit. aufgenommen worden. "Das FSFF ist ein beedeutendes Filmfest in Deutschland geworden und zeigt beeindruckende Filme, die sonst nirgendwo zu sehen sind", erklärt Blum. "Wir bringen gerne ein bisschen Festivalstimmung mit nach Bruck, immerhin liegt das ja an der Amper, die aus einem der fünf Seen kommt."

Neu ist in diesem Jahr auch, dass die Besucher den finalen Film bestimmen könnnen. Auf der Intemetseite www.ffb-kinosommer.de gibt man bis zum 15. August seine Stimme für den Publikums-' Wunschfilm ab.

Auch wenn die Auswahl der Filme groß ist, Blum hat in diesem Jahr einen Favoriiten: "Der Superhypochonder' ist schon sehr lustig, wenn man gute französische Komödien mag."

 
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Ein lauer Sommerabend und ein guter Streifen - für Openair-Kinofans ist das ein absoluter Traum. Da der Wettergott beim Fürstenfelder Kinosommer heuer meist mit-
spielt, genießen viele das Flair im Stadtsaalhof.

VON SEBASTIAN HUBER

Fürstenfeldbruck - Die Besucher warten in einer langen Schlange auf den Einlass zu "Die Entdeckung der Unendlichkeit", der mit vier Oscars und zwei Golden Globes ausgezeichnet wurde. Schon eine Stunde vor der Vorstellung ist der Innenhof des Stadtsaals gut besetzt. Die einen ratschen, die anderen genießen Kaltgetränke, bis der Film bei Einbruch der Dunkelheit beginnt. Musik läuft dezent im Hintergrund. Die 52-jährige Petra und ihr Mann Stefan (58) sind zum ersten Mal beim Kinosommer. "Unsere Tochter war letztes Jahr hier und hat es uns empfohlen", erzählt die Grafratherin. Ihrem Mann Stefan interessiert der Film, vor allem wegen Stephen Hawking. "Was dieser Mann in der Wissenschaft erreicht hat, trotz seiner Behinderung, ist beachtenswert." Gegen die Hitze hat sich das Ehepaar eine kleine Erfrischung eingepackt. Die 60-jährige Rosi Neuer ist mit ihrer Freundin Renate Wolf (76) auf dem Fürstenfelder Kinosommer. "Bei dem schönen Wetter könnte man jeden Tag herkommen", meint die Gröbenzellerin.
"Ich würde nicht. in .Jeden Film gehen, aber dieser Film interessiert mich, weil es eine Buchverfilmung ist. Außerdem wurde er mit vier Oscars ausgezeichnet". Falls es doch zu frisch wird, haben sich die beiden Decken bereit gelegt - man weiß ja nie. Klaus Schwarzenbeck war schon vier Mal beim Kinosommer. "Bei dem schönen Wetter ist ein Open-Air-Kino einfach Klasse", sagt der 46-Jährige. "Für mich als Rollstuhlfahrer ist es gut erreichbar:"weil alles barierefrei ist", erzählt der Fürstenfeld-
brucker. "Ich bin gespannt auf den Film, denn mich interessieren biographische Themen." Sein Freund Wolfgang Pfahler war noch nicht ganz so oft beim Openair-Spektakel im Stadtsaalhof. "Bisher war ich dreimal da. Einmal, da hat es so geregnet, da haben wir mit Regenschirmen bis zum Schluss ausgehalten", erzählt der 52-jährige Brucker. '"Es ist einfach eine supertolle Atmosphäre."

Elias Schand er aus Fürstenfeldbruck ist mit seinen Freunden zur Vorstellung gekommen. "Ab und zu verabreden wir uns über WhatsApp zum Kino", erzählt der 16-Jährige. Lässig fläzen die vier Jugendlichen in den Liegestühlen in der ersten Reihe. "Man muss schließlich das gute Wetter ausnutzen", meint Schand er. Seine Freundin Marlene Uebler (17) fügt hinzu: ,Aber letztes Jahr war es auch trocken" Nicht nur die Besucher freuen sich auf die Vorstellung, auch der Veranstalter ist zufrieden. "Dieses Jahr haben wir erst drei Decken verkauft", erzählt Tom Blum. In den vergangenen Jahren hat das Wetter es nicht ganz so gut gemeint, wie dieses Jahr. Da brauchten die tapferen Zuschauer schon mal Regencapes, Schirme oder wärmende Decken. Blum ist mit den Zahlen zufrieden. "Wir haben in den ersten vier Tagen mehr Besucher gehabt, als in manch anderen Jahren im ganzen Kinosommer." Zur Vorführung von "Honig im
Kopf" sei sogar kein Platz mehr frei gewesen - ein ausverkaufter Abend. "Etwa 150 Leute mussten wir heimschicken" schätzt der Veranstalter. "Früher waren die Besucherzahlen ausgeglichener",
sagt Blum. "Heute ist das dynamischer. "

 
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